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Wohnzimmerkonzerte werden oft auch als Sofakonzerte oder Sofaconcerts bezeichnet. Sie werden überall auf der Welt veranstaltet. Immer mehr Menschen öffnen ihre Türen für elegante und klassische oder alternative Indie-Konzerte. Wenn du mit dem Gedanken spielst, Wohnzimmerkonzerte zu organisieren, dann lies weiter: Wir haben uns drei Argumente überlegt, warum du sie lieben wirst.

Wohnzimmerkonzerte - Tyler Faraday live
Tyler Faraday spielt oft auf Wohnzimmerkonzerten für Freunde und Musikliebhaber

1. Wohnzimmerkonzerte Sind Gemütlicher

Obwohl es offensichtlich erscheint, ist es trotzdem eines der Dinge, die wir am meisten an Wohnzimmerkonzerten lieben. Überfüllte und kahle Konzerthallen können mit der Gemütlichkeit und Intimität deines Wohnzimmers nicht mithalten. Es ist an der Zeit, die Lichter zu dimmen, Snacks und Getränke vorzubereiten und ein paar Kerzen anzuzünden. Deine Gäste können sich wie zuhause fühlen, denn es gibt fast keinen besseren Ort für ein Konzert als ein einladendes Wohnzimmer.

2. Das Publikum Hört Zu

Das Publikum hört bei einem üblichen Konzert nicht immer aufmerksam zu. Vor allem bei großen und vollen Konzerthallen verbringen viele Menschen ihre Zeit damit, sich zu unterhalten oder eine Stelle zu suchen, an der sie etwas sehen können. Möchtest du hingegen einen starken Fokus auf die Musik legen und willst mehr als distanzierte Unterhaltungsmusik, dann empfehlen wir dir Wohnzimmerkonzerte wärmstens. Der Rahmen eines Wohnzimmerkonzerts ist familiärer und das Publikum viel näher am Musiker. Der enge Kontakt erzeugt eine starke Verbindung zwischen dem Künstler und den Gästen, die von der Musik gefesselt sind.

Nach Tyler Faraday ist, „ in einem Wohnzimmer aufzutreten etwas extrem anders. Die Stille macht den Unterschied. Die Aufmerksamkeit, die du kriegst, ist eine eigene Art von Liebe. Das Gefühl, wenn ich all diese Freunde sehe, die versuchen jedes kleine Detail meiner Musik mitzubekommen… das ist die beste Empfindung, die es gibt!

„Ein Auftritt in einer leisen Umgebung verändert das Ganze: du musst dir Mühe geben das Lied wirklich zu spüren. Und diese Aufmerksamkeit, der Respekt für die Kunst, die Neugier ist das, was den Unterschied ausmacht“
– Tyler Faraday

Wenn du Bossa Nova und generell brasilianische Musik magst, solltest du in Erwägung ziehen Raphael Racor zu kontaktieren. Der in Lissabon lebende Künstler spielt regelmäßig in entspanntem und fröhlichem Umfeld.

3. Es Ist Mehr Als „Nur“ Ein Konzert

Neben der schönen Musik kannst du auch die Geschichte und die Eindrücke des Musikers erfahren. Musiker, die in einer entspannten und intimen Atmosphäre spielen, neigen dazu mehr mit ihrem Publikum zu interagieren und lassen den Zuhörer „einen Teil davon sein“.

Tyler sagt: „Irgendwie fühlt es sich angenehm an, etwas mehr zu sprechen. Der Grund dafür ist, dass du die volle Aufmerksamkeit und den Respekt vom Publikum bekommst. Du fühlst dich danach deine Sichtweisen zu teilen, zu erklären was das Lied wirklich für dich bedeutet oder sogar über echte Erfahrungen zu erzählen, die dich dazu bewegt haben das Lied zu schreiben.“

Bei der Organisation oder Teilnahme an einem Wohnzimmerkonzert hast du Privileg die Geschichten des Künstlers zu erfahren, dich mit ihm zu unterhalten und ihre kreativen Prozesse besser nachvollziehen zu können.

Wenn wir schon beim kreativen Prozess sind: Wenn dich das Unbekannte reizt, gibt es Vielzahl von Künstlern, die du für dein Wohnzimmerkonzert erforschen kannst. Warum lädst du nicht Anna Morley and Cellolitis für einen elektroakustischen Liveauftritt ein, in dem Vibrafon, Loopingtechnik und Cello kombiniert werden?

4. Sind Wohnzimmerkonzerte Das Neue Ding?

Immer mehr Plattformen und Organisationen führen Sofakonzerte rund um den Globus durch. Auch unabhängige Künstler haben angefangen Wohnzimmerkonzerte durchzuführen. Nach dem er mehrmals eingeladen wurde im Rahmen von Sofakonzerten zu performen, wurde Ben Wuyts  inspiriert sein eigenes mit seinem Kollegen und Freund Mike Featherstone zu organisieren. Ben erklärt: „Wohnzimmerkonzerte sind viel intimer als normale Gigs, denn das Publikum ist nur gekommen, um dich zu sehen, das alleine erzeugt schon eine intensivere und persönlichere Situation.“  Laut ihm bringen Sofakonzerte Menschen und Musiker zusammen, „da sie Zuhörern die Gelegenheit geben am Konzertprozess teilzuhaben, auch wenn sie selbst keine Musiker sind.“

5. Zeit für einen Test: dein eigenes Wohnzimmerkonzert

Natürlich können wir Idee von Hauskonzerten nicht promoten, ohne es selbst  mal auszuprobieren. Deswegen haben wir uns entschieden, einen gemütlichen Abend in unserem Office zu veranstalten und zwei verschiedene Künstler

David Hirst spielte zuerst, mit wunderbarer Fingerstyle Gitarrenmusik – gefolgt von Infidelix, der nicht nur seine Songs sondern auch seine Ideen, Träume und Inspirationen mit dem Publikum teilte.

Am Ende der Show entschieden die beiden Musiker spontan, eine gemeinsame Impro-Session einzulegen: Infidelix fing an, vom Publikum vorgeschlagene Themen in einen Freestyle Rap einzubauen. Dazu komponierte David die Beats auf der Gitarre komponierte. Ein ungewöhnliches, sehr gelungenes Match.

Besonderer Dank auch an dieser Stelle noch einmal an Propercorn und Ostmost für Speis und Trank – alle Gäste wurden mit köstlichem Streuobst-Cider und exotischen Popcornsorten verwöhnt.

Am Ende des Abends hatten wir das Gefühl, dass wir das nächste Konzert kaum abwarten können. Es war ein perfekter Mix aus Smalltalk, Relaxen und Musik.

Überlegst du deine eigenes Wohnzimmerkonzert zu organisieren? Nimm Kontakt mit uns auf und wir stellen dir die talentiertesten Musiker in deiner Umgebung vor. Wir freuen uns dir den passenden Musiker für dein Wohnzimmer vorzustellen und dich bei dem Prozess zu unterstüzen.